Folge 12·Persönliche Geschichte
Trampolin statt Tinnitus — wie Sigi zurück zu sich selbst fand
Korinna Söhnholz4 Min. Lesezeit
Es gab einen Tag, an dem Sigi in den Spiegel schaute und sich selbst nicht mehr erkannte. Ein Gesicht war da – aber dass das sie sein sollte, fühlte sich vollkommen fremd an.
Ein lautes Ohrgeräusch, das nicht mehr aufhörte. Schlaflosigkeit. Angststörungen. Verspannungen im Kiefer, die selbst nachts keine Pause machten. Und irgendwo dazwischen der Gedanke: Wenn ich nicht mehr hier bin, ist es auch egal, weil ich sowieso nur eine Last bin.
Das war Sigis tiefster Punkt. Heute hüpft sie morgens zehn Minuten auf dem Trampolin, trinkt ihren warmen Wasser-Drink und begrüßt den Tag mit einem Lächeln. Diese Geschichte zeigt dir, was dazwischen passiert ist.
1. Der tiefste Punkt – wenn der Körper nur noch Hülle ist
Sigi war dauererschöpft – und gleichzeitig dauerüberreizt. Ihr Tinnitus wurde lauter und lauter, bis sie fürchtete, durch dieses Geräusch wörtlich wahnsinnig zu werden.
„Ich war so neben mir gestanden. Das war nur noch der Körper, die Hülle." – Sigi
Sie konnte nicht mehr schlafen. Entwickelte Angststörungen. Schrie wegen Kleinigkeiten stundenlang. Und nachts lag sie da und überlegte verzweifelt, wie sie ihren Kopf hinlegen sollte, damit der Kiefer nicht noch mehr schmerzt.
Nach außen war sie immer die Lustige, die Strahlende. Selbst vor ihrem eigenen Sohn versteckte sie, wie schlecht es ihr ging.
„Die Leute kennen mich halt nur als die Lustige, die Flippige, die immer Spaß macht. Aber wenn ich ehrlich bin und sage, dass es mir nicht gut geht, kam: Was, dir? Du hast doch alles." – Sigi
Diese Maske hat so viel Energie gekostet, dass die eigene Zündschnur immer kürzer wurde.
2. Der Moment, der alles veränderte
Eine Freundin folgte mir auf Instagram. Eine kleine Übung gegen Tinnitus poppte bei Sigi auf – nur eineinhalb Minuten lang. Sie machte sie sofort mit.
Dann kam ein Soul-Body-Workshop, spontan, an einem Wochenende, in dem ihr Mann krank war. Früher hätte sie sich aufgeregt und gesorgt. Dieses Mal blieb sie gechillt.
„Ich wollte nie wieder einen Online-Kurs buchen. Ich hatte schon so viel Geld ausgegeben. Aber ich sagte zu meinem Mann: Den Feeling-Good-Kurs, den brauche ich. Das ist jetzt das Letzte, was ich mache." – Sigi
Und ihr Mann, der sie an diesem Wochenende so entspannt erlebt hatte wie lange nicht, sagte nur: Mach das.
Das war im Januar 2024. Seitdem hat Sigi den Kurs mehrfach wiederholt.
3. Warum es kein Sprint ist, sondern ein Marathon
Was Sigi im Kurs gelernt hat, war inhaltlich nicht komplett neu für sie. Sie war bereits in Therapie, hatte schon von der Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele gehört.
Aber es war ihr nie wirklich klar geworden, was das konkret bedeutet.
„Erst durch deinen Kurs habe ich gelernt, dass man das Nervensystem runterfahren darf. Mein Körper ist gar nicht mehr zur Ruhe gekommen. Und dann wird alles wieder leiser." – Sigi
Früher hatte sie gedacht: Ich mache jetzt ein paar Übungen, das mache ich zwei, drei Tage – und dann muss alles weg sein. Wenn das nicht funktionierte, hat sie wieder aufgehört.
Im Feeling-Good-Kurs hat sie verstanden: Es ist ein Marathon, kein Sprint. Schon in der ersten Woche, durch das Vagus-Training, kam die erste echte Entspannung – und genau diese kleinen, schnellen Erfolge haben sie motiviert, weiterzumachen.
„Ich mache nur Dinge, die mich überzeugen. Es muss immer wenig Aufwand mit großer Wirkung sein. Dann mache ich es – nicht stundenlang, sondern immer wieder zwischendurch." – Sigi
Und das Schönste: Auch ohne live im Programm vorzukommen, hat Sigi sich in den Geschichten anderer Frauen wiedererkannt. Egal welches Symptom – der Ursprung ist meistens ähnlich.
4. Wie Sigi heute lebt – und was sich verändert hat
Sigis Morgenroutine heute: Den Tag begrüßen mit „Heute ist der beste Tag meines Lebens", Vagus-Übungen im Bett, Zungenschaben, ein halber Liter warmes Wasser, Spazierengehen mit dem Hund – bei jedem Wetter – und zehn Minuten Trampolinspringen mit lauter Musik.
Was sich verändert hat:
- Die Verspannungen im Kiefer sind weg – sogar nach einem Sturz aufs Kinn blieben sie aus
- Das Familienleben ist entspannter – weniger stundenlanges Aufregen über Kleinigkeiten
- Sie zeigt sich authentisch – auch an Tagen, an denen es ihr nicht gut geht
- Sie hält an ihren Routinen fest, auch wenn die Symptome schon weg sind
„Man merkt es im Familienleben. Wenn die Mama nur schimpft und schreit den ganzen Tag, ist das für das Kind auch nicht angenehm. Heute ist alles viel entspannter." – Sigi
Und ihr abschließender Gedanke an alle Frauen da draußen:
„Wir haben nur den einen Körper und nur das eine Leben. Investiere in dich – davon profitierst du nicht nur einmal, sondern dein ganzes Leben lang." – Sigi
Hör dir diese Folge unbedingt an – Sigis Ehrlichkeit über ihren tiefsten Punkt und ihren Weg zurück ins Leben ist wirklich bewegend.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest: Trag dich für den nächsten SoulBody Workshop für 0 € ein oder abonniere meine Sonntagspost.
Deine Korinna — die Osteopathin für Körper, Geist und Seele