Folge 13·Herzmeditation
Deine Herzmeditation — Herz an, Kopf aus: Beruhige deine Gedanken
Korinna Söhnholz3 Min. Lesezeit
Wir leben so oft nur in unserem Kopf. Denken, planen, entscheiden, analysieren. Und vergessen dabei völlig, dass es da noch etwas anderes gibt – etwas, das viel weiser ist als unser Verstand: unser Herz.
So viele Frauen haben mir geschrieben, dass es ihnen schwerfällt, vom Kopf ins Herz zu kommen. Diese Folge ist meine Antwort darauf – eine ganz konkrete Übung, die du ab heute jeden Tag nutzen kannst.
1. Warum dein Herz die Führung übernehmen sollte
Im Alltag sind wir fast ausschließlich auf unseren Verstand angewiesen. Wir denken, treffen Entscheidungen, bewerten Situationen – alles aus dem Kopf heraus. Dabei vergessen wir unsere Intuition. Unser Herz.
„Dein Herz sollte dich leiten. Der Verstand ist nur der Diener des Herzens."
Das mag zunächst ungewohnt klingen, gerade für alle, die sehr kopfgesteuert durchs Leben gehen. Aber genau deshalb ist die Herzatmung so wertvoll: Sie hilft dir, ganz praktisch und einfach wieder in dein Herz zu finden – und damit zurück zu dir selbst.
2. Was die Wissenschaft über die Herzatmung sagt
Die Herzatmung ist keine esoterische Idee, sondern wissenschaftlich untersucht. Das HeartMath-Institut hat in Kalifornien Probandinnen Blut abgenommen – vor und nach der Herzatmung.
„Drei Minuten Herzatmung reichen aus, um den besten Effekt zu erzielen – mit einer Wirkung von sechs Stunden auf deinen Cortisol- und Adrenalinspiegel."
Das bedeutet: Eine kurze Übung, die du überall einbauen kannst, wirkt den größten Teil deines Tages nach. Kein stundenlanges Meditieren nötig. Nur drei bewusste Minuten.
Wenn du die Technik einmal verinnerlicht hast, kannst du sie sogar im Autofahren oder im Gespräch anwenden. Ich nutze sie selbst sehr oft – auch in stressigen Momenten zwischendurch.
3. Die Herzatmung – Schritt für Schritt
Such dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist. Diese Übung braucht deine volle Aufmerksamkeit – zumindest beim ersten Mal.
- Setz dich aufrecht hin, Füße auf dem Boden oder im Schneidersitz
- Lege beide Hände auf dein Herz
- Lass den Kiefer locker, die Zunge sanft am Gaumen oder im Mundboden
- Löse die Spannung in Schultern, Bauch, Po, Beinen
- Lenke deinen ganzen Fokus auf deinen Herzbereich
Stell dir vor, du atmest direkt durch dein Herz ein und aus. Manche stellen sich eine Schaukel vor, die durch das Herz hin- und herschwingt. Andere visualisieren ein Haus mit großen Fenstern und weißen Gardinen, durch die beim Einatmen eine sanfte Sommerbrise weht.
„Atme beim Einatmen Liebe, sanftes Licht und eine sanfte Brise ein. Atme beim Ausatmen den ganzen Stress des Tages aus."
Wichtig ist nicht das genaue Bild – wichtig ist der Fokus auf dein Herz und die bewusste Verbindung von Atem und Entspannung.
4. Wenn es sich am Anfang ungewohnt anfühlt
Vielleicht hast du diese Art von Übung noch nie gemacht. Vielleicht setzt du dich hin und denkst sofort: Das ist unbequem. Der Nacken zwickt. Du hörst plötzlich Geräusche, die dir vorher nie aufgefallen sind.
Das ist alles vollkommen normal.
„Es ist normal, wenn sich der Kopf zu Beginn einschaltet und Gedanken kreisen. Das wird mit der Übung immer besser."
Und falls die Meditation für dich nicht funktioniert: Das heißt nicht, dass Meditation grundsätzlich nichts für dich ist. Vielleicht war einfach diese Anleitung, diese Stimme oder dieser Moment nicht das Richtige. Suche weiter – es gibt so viele Wege, um vom Kopf ins Herz zu finden.
Und ein kleiner, fast magischer Tipp zum Schluss: Wenn dein Autoschlüssel mal nicht funktioniert, weil die Batterie zu schwach ist, halte ihn an dein Herz und atme bewusst hindurch. Du wirst überrascht sein.
Hör dir die Folge direkt an – ich führe dich dort Schritt für Schritt durch die komplette Herzmeditation. Mach sie am besten gleich jeden Tag, dann spürst du den Unterschied am schnellsten.
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Deine Korinna — die Osteopathin für Körper, Geist und Seele