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Folge 15·Heilungsblockaden

Darum wirst du deine Symptome nicht los — und was du stattdessen brauchst

Korinna Söhnholz4 Min. Lesezeit

Du hast schon so viel ausprobiert. Gelesen, gehört, vielleicht sogar einen Kurs gemacht. Und trotzdem sind die Schmerzen noch da. Die alten Muster auch. Nur die Situation um dich herum hat sich verändert – die Emotionen in dir bleiben gleich, nur mit anderen Schauspielern.

Das ist frustrierend. Und es ist auch völlig normal. Denn meistens liegt es nicht an fehlendem Willen, sondern an unentdeckten Blockaden.

In dieser Folge zeige ich dir sieben davon. Lies ehrlich mit – und erlaub dir, dich vielleicht an der einen oder anderen Stelle wiederzuerkennen.

1. Der bequeme Weg – und warum Mühelosigkeit von Mühe kommt

Die erste Blockade: Du gehst immer nur den Weg, der sich gut anfühlt. Das ist menschlich – sobald wir unsere Komfortzone verlassen, meldet sich die Angst.

„Aus der Angst geht es nur durch die Angst hindurch. Du musst durch die Angst, um dein altes Ich zu verlassen."

Wenn Frauen in meinem Kurs anfangen, sich zu bewegen, kommen plötzlich Schmerzen hoch, die vorher unterdrückt waren. Das ist kein Rückschritt – das ist der erste Schritt, wieder wirklich in den eigenen Körper zurückzukommen.

„Mühelosigkeit kommt von Mühe. Ich bin sechs Jahre kein Abend ohne Buch ins Bett gegangen, um Jahre später mühelos erklären zu können, was Stress mit deinem Körper macht."

Frag dich ehrlich: Wo gehst du noch den Weg des geringsten Widerstands? Wenn es sich leicht anfühlt und keine Angst macht, bist du wahrscheinlich noch in deiner Komfortzone.

2. Wessen Rat du wirklich annehmen solltest

Die zweite Blockade: Du nimmst Ratschläge von Menschen an, die selbst nicht da sind, wo du hinwillst.

„Wenn jemand sagt: Sei doch mal locker, nimm nicht alles so ernst – aber selbst nicht voller Leichtigkeit und Energie durchs Leben tanzt, würde ich diesen Rat nicht annehmen."

Suche dir stattdessen Vorbilder – Menschen, die bereits dort sind, wo du hinwillst. Im Bereich Körper, in der Partnerschaft, im Beruf. Und sei ehrlich: Hörst du vielleicht auf deine Mutter, obwohl sie selbst krank ist und nicht das tut, was sie dir rät?

Das ist keine Kritik an ihr – sondern eine Einladung an dich, bewusster auszuwählen, wessen Stimme du in deinem Kopf am lautesten werden lässt.

3. Wem du die Schuld gibst, gibst du auch die Macht

Die dritte Blockade ist vielleicht die wichtigste: die Opferrolle. Wenn du anderen die Schuld an deinem Leiden gibst, gibst du ihnen auch die Macht über dein Leben.

„Wenn ich meinem Partner die Schuld gebe, könnte nur er dafür sorgen, dass es mir gut geht. Aber das ist nicht seine Aufgabe – es ist meine."

Du kannst dich in jeder Sekunde verändern und Verantwortung übernehmen. Aber erst, wenn du aufhörst zu denken, dass dein Partner, dein Chef oder die Umstände schuld an deiner Misere sind.

  • Unterdrückte Wut zeigt sich oft in Tennisellenbogen, Schulter- und Nackenverspannungen
  • Heruntergeschluckte Worte landen häufig im Magen
  • Jede Krankheit erzählt etwas über blockierte Emotionen
„Schwere Entscheidungen führen zu einem leichten Leben – leichte Entscheidungen führen zu einem schweren Leben."

Grenzen setzen, unangenehme Dinge ansprechen, vielleicht auch mal abgelehnt werden – das ist anstrengend. Aber danach wissen alle, woran sie bei dir sind. Und vor allem: Du weißt es auch.

4. Dein Umfeld, deine Verbindlichkeit und die Ehrlichkeit zu dir selbst

Die vierte Blockade ist ein unterstützendes Umfeld – Wissen, Raum und Zeit, die du dir für deine Heilung nimmst. Gruppenprogramme sind hier besonders kraftvoll, weil sie motivieren und gleichzeitig nahbar machen: Auch andere Frauen kämpfen mit denselben Themen.

„Es ist eine Stärke, Hilfe anzunehmen, sich verletzlich zu zeigen und über deine Probleme zu sprechen. Das ist wahre Stärke."

Die fünfte Blockade: Wissen alleine heilt nicht. Deshalb heißt mein Podcast Wissen hilft heilen – nicht Wissen heilt. Du brauchst Impulse von außen, Gespräche, Spiegelung.

Die sechste Blockade ist Verbindlichkeit. Wenn deine Gesundheit nicht an erster Stelle steht, wird sie immer wieder von anderen Dingen verdrängt – dem Kuchen für die Kindergartenfeier, dem makellosen Haushalt.

„Dein Körper ist das Haus, in dem du dein ganzes Leben wohnst. Bevor du dein Zuhause putzt, kümmere dich erst um dieses Haus."

Und die siebte, die wichtigste Blockade: Ehrlichkeit zu dir selbst. Viele sagen nach außen, sie wollen sich verändern – und verfallen dann doch wieder in alte Muster der Überforderung, statt wirklich hinzuschauen.

  • Habe ich nicht genug Unterstützung?
  • Bin ich mir selbst nicht wichtig genug?
  • Bin ich ehrlich und aufrichtig mit mir?
  • Fehlt mir wirklich Wissen – oder ist es etwas anderes?

Niemand ist perfekt. Wir scheitern uns quasi zum Erfolg – fallen hin, stehen auf, genau wie beim Laufen oder Fahrradfahren lernen.

„Sterbende bereuen nicht, dass sie nicht mehr Geld verdient haben. Sie bereuen, dass sie nicht früher ihre Träume gelebt haben."

Du hast heute schon den ersten Schritt gemacht: Du hast zugehört. Jetzt darfst du ehrlich hinschauen, welche dieser sieben Blockaden bei dir wirkt – und dir die Unterstützung suchen, die du brauchst.

Hör dir diese Folge ruhig mehrmals an – es steckt so viel drin, dass eine einzige Anhörung kaum reicht. Schreib dir auf, welche Blockade bei dir am stärksten anschlägt.

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Deine Korinna — die Osteopathin für Körper, Geist und Seele