Folge 9·Körperwissen & Selbstliebe
Versteckte Symptome — was dein Körper dir wirklich sagen will
Korinna Söhnholz4 Min. Lesezeit
Dein Brustkorb fühlt sich eng an, wenn du überfordert bist. Deine Schultern spannen an, wenn du das Gefühl hast, für alle stark sein zu müssen. Dein Kiefer schmerzt, wenn du dich durchbeißen willst.
Klingt bekannt? Ich bin mir sicher: ja.
Dein Körper spricht ständig mit dir. Er schickt dir Zeichen, Hinweise, Botschaften. Und meistens übersehen wir sie – bis sie so laut werden, dass wir sie nicht mehr ignorieren können.
In dieser Folge zeige ich dir fünf Beispiele, was dein Körper dir wirklich sagen möchte. Damit du ihn nicht mehr als Feind siehst, sondern als das, was er wirklich ist: deine beste Freundin.
1. Dein Körper ist kein Feind – er ist dein Kompass
Wir nehmen Medikamente, gehen zur Massage, machen Yoga – alles, um den Schmerz loszuwerden. Weg damit. So schnell wie möglich.
Aber was, wenn dieser Schmerz gar nicht dein Feind ist? Was, wenn er eine Botschaft ist, die gehört werden will?
„Dein Körper ist wie deine beste Freundin, die dich schützen will. Er wird nicht aufhören, mit dir zu sprechen, bis du endlich beginnst, hinzuhören."
Und er wird lauter, je länger du ignorierst. Aus kleinen Zeichen werden Symptome. Aus Symptomen werden Schmerzen. Aus Schmerzen werden chronische Erkrankungen.
Aber du kannst die Sprache deines Körpers lernen. Und genau das machen wir jetzt.
2. Fünf Körperbotschaften – und was sie wirklich bedeuten
Der Kiefer
Knirschen nachts, Kiefergelenkprobleme, Verspannungen unterm Jochbein, Ohrenschmerzen ohne Befund beim HNO – all das kann ein Zeichen sein, dass du gerade viel durchbeißt. Dass du dich durchkämpfst, ohne zu sagen, was dich stört. Dass du deine Wahrheit zurückhältst.
„Dein Körper sagt: Du brauchst mal eine Pause. Du musst dich nicht durchbeißen."
Schultern und Nacken
Verspannte Schultern, ein steifer Nacken, das Gefühl, als würde etwas auf dir lasten – das ist keine Schwäche. Das ist dein Körper, der dir zeigt: Du trägst gerade eine Last, die nicht zu dir gehört. Vielleicht die Probleme anderer. Vielleicht eine Erwartung, die nie deine war.
Der Rücken steht für die Vergangenheit. Die Schultern dafür, dass du zu viel trägst. Und dein Körper fragt dich: Wessen Last ist das eigentlich?
Herz und Brustkorb
Brustenge, Herzstolpern, das Gefühl, dein Herz sei verschlossen – wir machen unser Herz zu, wenn wir verletzt wurden. Damit niemand mehr so nah rankommt. Damit es nicht wieder wehtut.
„Wann hast du dich das letzte Mal wirklich geöffnet – für Nähe, für Liebe, für Verletzlichkeit?"
Dein Herz will dir sagen: Entspann dich. Öffne dich wieder. Lass Liebe rein.
Darm und Verdauung
Was kannst du nicht verdauen? Gibt es Erlebnisse, die du noch nicht wirklich verarbeitet hast – vielleicht aus der Kindheit, vielleicht aus der jüngsten Vergangenheit? Und wo fehlt dir Vertrauen?
Denn Vertrauen ist das Gegenteil von Angst. Wenn wir in der Angst sind, spannen wir an. Die Blutgefäße werden enger. Die Organe werden schlechter durchblutet. Und der Darm, unser größtes Immunorgan, leidet zuerst.
Hüfte und Becken
Hüftschmerzen, Steifheit, das Gefühl, nicht voranzukommen – die Hüfte steht für Festhalten. Für Angst vor Veränderung. Für all die Dinge, an denen wir festhalten, obwohl wir längst wissen, dass sie uns nicht mehr gut tun.
„Wo hältst du an Dingen fest, die dir längst nicht mehr gut tun? Wo darfst du dich öffnen für Neues?"
3. Warum schnelle Lösungen nicht reichen
Massage, Yoga, Medikamente – all das kann kurzzeitig helfen. Und hat seine Daseinsberechtigung. Aber wenn dieselben Beschwerden immer wieder zurückkommen, ist das ein Zeichen, dass wir nur die Oberfläche behandeln.
Denn die Ursache liegt tiefer. In unverarbeiteten Erlebnissen. In Glaubenssätzen. In einer inneren Anspannung, die sich durch jede Muskelfaser zieht.
„Erst als ich Osteopathie, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung zusammengebracht habe, habe ich verstanden: Wenn ich lerne, mich zu entspannen und neu zu denken, kann ich auch wieder vertrauen lernen."
Das ist die Grundlage meiner BSR-Methode. Und das ist der Grund, warum so viele Frauen nach jahrelangem Suchen endlich Linderung finden – weil wir Körper, Geist und Seele gemeinsam anschauen.
4. Eine Einladung an dich: Hör deinem Körper zu
Ich lade dich zu einer kleinen Übung ein. Du kannst sie jetzt sofort machen – auch wenn du nur zwei Minuten Zeit hast.
Schließe die Augen. Atme tief ein und lass beim Ausatmen einen Seufzer los. Und mach dann einen Body Scan von Kopf bis Fuß:
- Kopfhaut, Stirn, Augen – wie fühlt es sich an?
- Kiefer, Hals, Schultern – wo ist Spannung?
- Brustbereich, Herz – wie weit oder eng fühlt es sich an?
- Bauch, Becken, Hüfte – was spürst du?
- Oberschenkel, Unterschenkel, Füße – bist du geerdet?
Welcher Körperteil ruft gerade nach deiner Aufmerksamkeit? Wer braucht dich gerade in dir?
Schon diese liebevolle Hinwendung – das reine Wahrnehmen, ohne zu urteilen – bewirkt so viel in deinem Körper.
„Du bist nicht einfach ein Haufen Muskeln, Knochen und Organe. Dein Körper ist dein Kompass. Er zeigt dir, wo du hinschauen darfst."
Und du bist es wert, ihm zuzuhören.
Hör dir die Folge an – am Ende führe ich dich durch eine vollständige Body-Scan-Meditation. Nur ein paar Minuten, die dir helfen, deinen Körper mit ganz anderen Augen zu sehen.
Du möchtest lernen, die Sprache deines Körpers wirklich zu verstehen?
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Deine Korinna — die Osteopathin für Körper, Geist und Seele