Folge 18·Morgenroutine & Energie
Meine Morgenroutine ist besser als Sex
Korinna Söhnholz4 Min. Lesezeit
Wie du in deinen Tag startest, bestimmt, wie du dich den ganzen Tag lang fühlst – körperlich, geistig, seelisch und mental. Deshalb ist die Morgenroutine ein zentraler Bestandteil meines Feeling-Good-Kurses.
Heute nehme ich dich mal hinter die Kulissen meines persönlichen Starts in den Tag – so, wie er sich über Jahre entwickelt hat. Natürlich läuft nicht jeder Morgen perfekt, aber so sieht er aus, wenn alles klappt.
1. Die ersten Minuten im Bett – noch bevor du aufstehst
Um 6:30 Uhr beginnt mein Tag mit einer Streckbewegung im Bett. Unser Körper hat in der Nacht die Tendenz, sich zusammenzuziehen – deshalb strecken sich auch Tiere als Erstes nach dem Schlafen.
Dann spüre ich meine Füße, reibe sie aneinander, und lege die Hände auf mein Herz für eine kurze Herzatmung. Dabei überlege ich mir: Wie möchte ich mich fühlen, wenn ich heute Abend wieder ins Bett gehe?
„Ich überlege mir: Wenn alles gut gelaufen ist, möchte ich voller Dankbarkeit, Demut und Glück heute Abend wieder in meinem Bett liegen."
Auf der Bettkante folgt die Katze-Kuh-Bewegung – die Bandscheiben haben sich in der Nacht wieder aufgepuffert, und diese Bewegung bringt die Wirbelsäule und die Nervenflüssigkeit in Schwung. Danach lasse ich das Bett offen, damit es auslüften kann, und öffne die Fenster.
2. Warmes Wasser, Journaling und der Matcha Latte
Im Bad geht es zuerst um Zähneputzen und Zungenschaben – auch der Mundraum entgiftet nachts, und alle Bakterien sollen raus sein, bevor das warme Wasser folgt.
In der Küche trinke ich dann einen halben Liter Wasser bei etwa 50 Grad.
„Das warme Wasser durchblutet die Magenschleimhaut besser, der Darm kann besser arbeiten, und die Darmbakterien verändern sich – sie bestimmen, wie du dich fühlst."
Danach kommt das Journaling: Mit welcher Intention möchte ich heute in den Tag gehen? Manchmal ist es Klarheit, manchmal Selbstliebe, manchmal einfach ein reibungsloser Ablauf.
„Menschen, die ihre Ziele aufschreiben, haben viel schnellere und größere Erfolge als Menschen, die es nur denken."
Dazu gibt es meinen liebsten Matcha Latte. Ich plane mir etwa eine Stunde für meine gesamte Morgenroutine ein – und das ist eine bewusste Priorität, keine Selbstverständlichkeit. Früher bin ich dafür um fünf Uhr aufgestanden und abends früher ins Bett gegangen, statt fernzusehen.
Während des Journalens überlege ich mir auch, wie ich aus wichtigen Terminen herausgehen möchte und wie sich Menschen in Meetings mit mir fühlen sollen – eine Art Vorwegnahme des Tages.
3. Dusche, Bürsten und der Spaziergang mit Elma
Nach dem Duschen bürste ich meinen gesamten Körper mit einer Energiebürste mit Kupferdraht, um die Energiebahnen zu aktivieren – danach folgt eine kalte Dusche.
„Kaltes Duschen aktiviert den Vagusnerv, senkt den Cortisolspiegel und durchblutet die Haut – unser größtes Organ. Deshalb sage ich: Meine Morgenroutine ist besser als Sex."
Zehn Minuten Meditation gehören ebenfalls fest dazu – meine Familie weiß: Wenn die Augen geschlossen sind und die Hände im Schoß liegen, ist das mein geschützter Raum.
Danach geht es mit Hündin Elma Gassi – bewusst dort, wo wenig Menschen sind. In Japan wird Waldbaden sogar ärztlich als Heilmittel verschrieben.
„Manchmal merke ich erst, was ich denke, wenn ich höre, was ich sage. Ich spreche während der Gassirunde mit mir selbst wie mit einer besten Freundin."
Klingt ungewöhnlich? Menschen, die mit sich selbst sprechen, sind oft glücklicher. Und Glück ist mir wichtiger als das, was andere darüber denken.
4. Zehn Minuten Bewegung – und warum deine Routine anders aussehen darf
Sport war lange ein Druckthema für mich – „Ich muss noch Sport machen" statt „Ich möchte". Heute reichen mir zehn Minuten bewusste Bewegung: Liegestütz, Kniebeugen, Bewegungen, die Muskulatur um die Gelenke aufbauen.
„Wenn dein Oberschenkelmuskel übers Knie zieht, separiert er das Gelenk – das schafft Raum und beugt Abnutzung vor. So erspare ich mir im schlimmsten Fall eine Operation."
Ich koppel mir manche Dinge bewusst aneinander: Ich gehe nicht ins Bett, ohne meine Übung gemacht zu haben – so wird die Routine verbindlich, ohne Druck zu erzeugen.
Und ganz wichtig: Deine Morgenroutine muss nicht wie meine aussehen.
- Manche journalen lieber abends statt morgens
- Manche brauchen den Sport morgens, andere abends
- Im Urlaub sieht meine eigene Routine auch ganz anders aus – Kaffee statt Matcha, journalen am Strand statt auf dem Balkon
„Erlaube dir, frei zu sein in deiner Morgenroutine – und erlaube dir auch, sie zu verändern, wenn sie nicht mehr passt. Deine Routine vor drei Jahren sah bei mir auch ganz anders aus."
Probiere Dinge aus, die andere machen, übernimm, was für dich funktioniert, und lass den Rest weg. Es geht nicht um Perfektion – es geht darum, was dir wirklich gut tut.
Hör dir die Folge gern an – dort erzähle ich noch viele weitere Details, zum Beispiel wie ich meinen Matcha Latte genau zubereite. Schreib mir gern, welcher Teil deiner Morgenroutine dir am meisten Energie gibt.
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Deine Korinna — die Osteopathin für Körper, Geist und Seele