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Folge 3·Persönliche Geschichte

Warum ich mir jahrelang nicht selbst helfen konnte — und was mich geheilt hat

Korinna Söhnholz4 Min. Lesezeit

Ich bin Osteopathin, Heilpraktikerin, Physiotherapeutin und Kinderosteopathin. Ich habe sechs Jahre studiert, tausende Patientinnen begleitet und mehr über den menschlichen Körper gelernt als die meisten.

Und trotzdem konnte ich mir selbst zehn Jahre lang nicht helfen.

Das ist die Geschichte, die ich dir in dieser Folge erzähle. Und ich tue es, weil ich weiß: Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Alles versucht zu haben. Und trotzdem nicht weiterzukommen.

1. Mein vierzigster Geburtstag auf dem weißen Ledersofa

Stell dir vor: Du wirst vierzig. Eigentlich ein Grund zum Feiern. Aber ich lag auf unserem weißen Ledersofa und hatte die Schmerzen meines Lebens.

Zehn Jahre chronische Darmerkrankung. Nächte, in denen ich aufgewacht bin und nicht wusste, ob ich vor Schmerz in Ohnmacht fallen würde. Jede Darmbewegung – diese natürliche, peristaltische Bewegung – fühlte sich an wie ein Messer in meinem Bauch.

„Mein fünfjähriger Sohn Max brachte mir ein selbstgemaltes Bild und sagte: Mami, alles Liebe zum Geburtstag. Und ich wünschte mir in diesem Moment so sehr, er würde wieder gehen – damit ich den Schmerz einfach wegatmen konnte."

Mein Mann Mark sagte irgendwann: „Korinna, du hast genug rumgedoktert. Geh jetzt ins Krankenhaus." Und ich konnte nicht mehr. Ich war wirklich bis an mein absolutes Limit gegangen.

2. Alles versucht – und trotzdem nicht geheilt

Was hatte ich nicht alles ausprobiert in diesen zehn Jahren:

  • Rohkostdiät, vegan, kein Fleisch
  • Intervallfasten
  • Einläufe
  • Kurkuma, Weihrauch und andere Nahrungsergänzungen hochdosiert
  • Alles, was die Ganzheitsmedizin zu bieten hatte

Und ich hatte das Wissen. Ich hatte die Tools. Ich hatte die Ausbildung. Und trotzdem wurde es eher schlimmer als besser.

„Ich hab alles gelesen über Heilung, über den Darm. Ich wollte so dringend diese Krankheit wegbekommen. Und irgendwie hat es sich angefühlt, als würde alles nur schlimmer."

Im Krankenhaus bekam ich Cortison. Es half. Und ich bin der Schulmedizin unendlich dankbar für diesen Moment. Aber mir wurde auch gesagt: Das ist eine chronische Erkrankung. Sie wird nie weggehen. Du wirst dein Leben lang Medikamente nehmen müssen, die dein Immunsystem unterdrücken.

Das wollte ich nicht akzeptieren. Ich wusste: Unser Körper ist ein Wunder. Jede Schnittwunde heilt sich selbst. Es muss einen Weg geben.

3. Die drei Schlüsselmomente, die alles verändert haben

Und dann – ausgerechnet im Krankenhaus – passierten drei Dinge, die mein Leben für immer verändert haben.

Das Erste: Ich akzeptierte meine Krankheit. Zum ersten Mal in zehn Jahren. Ich hörte auf, sie zu bekämpfen. Ich schämte mich nicht mehr dafür. Ich ließ es einfach sein.

Das Zweite: Ich spürte wieder Liebe für meinen Körper. Ich erinnerte mich an Patientinnen, die querschnittsgelähmt waren ab dem Hals – und die gesagt hatten, sie wären so dankbar, noch ihre Hände zu spüren. Und plötzlich spürte ich: Ich kann alleine aufstehen. Mir meine Zähne putzen. Das ist ein Geschenk.

Das Dritte: Dankbarkeit. Für alles, was ist. Nicht trotz der Krankheit – sondern mit ihr.

„Ich wusste plötzlich: Diese Krankheit zeigt mir nur, wo ich in meinem Leben in die falsche Richtung gelaufen bin. Sie ist kein Feind – sie ist ein Wegweiser."

Und dann geschah etwas fast Magisches: Meine Symptome wurden besser. Nicht nur wegen des Cortisons. Sondern weil ich aufgehört hatte, mir selbst Stress zu machen, gesund werden zu müssen.

4. Was Stress wirklich mit deinem Körper macht

Das war der Game Changer. Die Erkenntnis, die alles veränderte:

„Stress kommt niemals von außen. Stress machen wir uns immer selbst – zwischen unseren beiden Ohren, in unserem Kopf."

Und Stress ist die Hauptursache für 90 Prozent aller Erkrankungen. Das ist keine These – das ist Wissenschaft.

Wenn wir Stress haben, wird die Durchblutung gedrosselt: im Gehirn, im Magen-Darm-Trakt, in der Muskulatur. Das biochemische Gleichgewicht im Körper gerät aus dem Takt. Und das Schlimmste daran: Wir merken es oft gar nicht, weil wir Stress so sehr gewöhnt sind, dass er sich für uns normal anfühlt.

Aber wenn du verstehst, was Stress in deinem Körper macht – und vor allem, wie du Gedanken verändern kannst – dann verändert sich alles.

  • Denkst du: Ich hab Stress, wie soll ich das alles schaffen? → Der Körper geht in Überlastung.
  • Denkst du: Egal was passiert – ich finde einen Weg. → Der Körper atmet auf.

Das ist keine Esoterik. Das ist Biochemie. Und genau das – Akzeptanz, Liebe, Dankbarkeit und das Verständnis für Stress – ist heute das Fundament meiner BSR-Methode.

Und wenn ich ehrlich bin: Es ist auch das, was ich dir am liebsten mitgeben möchte. Nicht als Therapeutin. Sondern als Freundin.

Hör dir unbedingt die nächste Folge an – dort erkläre ich dir die BSR-Methode im Detail. Und wenn du tiefer einsteigen möchtest: Trag dich für den nächsten SoulBody Workshop für 0 € ein oder abonniere meine Sonntagspost.

Deine Korinna — die Osteopathin für Körper, Geist und Seele