Folge 7·Herzgesundheit & Stress
Herzstolpern — darum hört dein Herz nicht auf zu rasen
Korinna Söhnholz4 Min. Lesezeit
Kennst du das? Dein Herz rast, stolpert, klopft ganz laut in deiner Brust – und du hast keine Ahnung warum. Der Kardiologe hat alles untersucht und gesagt: Alles in Ordnung. Und trotzdem passiert es immer wieder.
Dieses Gefühl kann so beängstigend sein. Als ob etwas nicht stimmt. Als ob du die Kontrolle verlierst.
Aber was, wenn ich dir sage: Dein Herz ist nicht dein Feind. Es ist dein Kompass. Und es möchte dir etwas sagen.
1. Was hinter Herzstolpern wirklich stecken kann
Dein Herz schlägt hunderttausend Mal am Tag – unermüdlich, ohne Pause, auch wenn du schläfst. Es ist das erste Organ, das nach der Befruchtung entsteht. Bereits ab Tag sieben schlägt es für dich.
Und dieses Herz ist eng mit deinem Nervensystem verbunden. Jeder Gedanke, jedes Gefühl wirkt sich direkt auf deinen Herzschlag aus.
„Wenn du gestresst bist, sendet dein Nervensystem deinem Herz den Befehl: Schneller! Wir müssen kämpfen, wir müssen fliehen. Und wenn du entspannt bist, sagt es: Es ist alles gut. Du kannst dich beruhigen."
Wenn das Herz stolpert oder rast, obwohl medizinisch alles in Ordnung ist, lohnt es sich, auf zwei Ebenen zu schauen:
- Körperliche Ebene: Blockaden in der Brustwirbelsäule können den Nerv, der das Herz versorgt, irritieren und so zu Herzstolpern beitragen.
- Seelische Ebene: Emotionen, die nicht verarbeitet wurden. Herzschmerz, Trauer, Verlustängste, Bindungsängste, verdrängte Sorgen.
Denn Herzthemen stehen ganz oft für genau das: Ein Herz, das sich nach Verbindung sehnt. Ein Herz, das noch einen alten Schmerz trägt. Ein Herz, das endlich gehört werden möchte.
2. Die Botschaft deines Herzens – was es dir wirklich sagen will
In 25 Jahren als Therapeutin habe ich immer wieder dasselbe erlebt: Ich habe die Brustwirbelsäule mobilisiert, Blockaden gelöst, Übungen gegeben. Und vier Wochen später waren alle Blockaden wieder da.
Weil wir nur auf die körperliche Ebene geschaut haben. Und nicht tiefer gegangen sind.
„Wenn wir nur auf die körperliche Ebene schauen und nicht tiefer gehen, wird das Symptom immer wiederkommen. Das ist die Erfahrung aus 25 Jahren mit Patientinnen."
Stell dir diese Fragen ehrlich:
- Hat dir jemand dein Herz gebrochen – und hast du diese Trauer wirklich verarbeitet?
- Trägst du Verlustängste oder Bindungsängste mit dir?
- Gibt es etwas, das du verdrängst und das dich nachts wach hält?
- Machst du dir Sorgen, die du mit niemandem teilst?
Dein Herz wird nicht aufhören, mit dir zu sprechen, bis du beginnst, dir zuzuhören. Das ist keine Schwäche – das ist Weisheit.
3. Drei Schritte, die deinem Herzen sofort helfen
Hier sind drei konkrete Dinge, die du heute tun kannst:
Schritt 1: Entlaste dein Herz – schreib alles auf
Nimm dir Stift und Papier. Schreib alles auf, was dir Angst macht, was dich belastet, worüber du dir Sorgen machst. Alles, was du niemandem erzählen würdest. Du musst es niemandem zeigen – du kannst es danach verbrennen oder zerreißen.
„Jedes Wort, das du auf das Papier schreibst, macht dein Herz ein kleines Stückchen leichter. Dein Gehirn entspannt sich: Es ist aufgeschrieben. Ich kann es nicht mehr vergessen."
Schritt 2: Die Herzatmung
Die Herzatmung wurde vom HeartMath Institute in Kalifornien über zwanzig Jahre lang untersucht. Zwei bis drei Minuten am Tag – und dein Nervensystem beruhigt sich für sechs bis acht Stunden. Stresshormone sinken messbar, Herzrhythmus stabilisiert sich, Wohlbefinden steigt.
So geht sie: Setze dich aufrecht hin. Lege die Hände auf dein Herz. Atme tief durch die Nase ein – stell dir vor, du atmest durch dein Herz. Beim Einatmen strömt Liebe, Licht und Weite in dein Herz. Beim Ausatmen lässt du Stress, Angst und Sorgen los. Zwei bis drei Minuten reichen.
Schritt 3: Körperliche Blockaden lösen
Die Brustwirbelsäule braucht Bewegung. Auf meinem Instagram-Kanal findest du viele Übungen, die sie mobilisieren und befreien. Frauen, die diese Übungen regelmäßig machen, berichten: Es fühlt sich an wie ein Wunder.
4. Dein Herz ist nicht dein Feind – es ist dein Kompass
Dein Herz ist kein Problemkind. Es ist ein Wunder, das ohne Pause für dich schlägt. Und wenn es aus dem Rhythmus gerät, ist das kein Zeichen dafür, dass du kaputt bist.
Es ist ein Zeichen dafür, dass es dir etwas sagen möchte.
„Dein Körper sagt: Hey, du hast da was nicht verarbeitet. Hey, du bist gerade gestresst. Hey, dir geht es nicht gut. Und wenn du lernst, ihm zuzuhören – dann kannst du heilen."
Du bist kein Opfer deiner Symptome. Du bist eine Frau, die lernen darf, sich selbst zu verstehen. Und das ist das Schönste überhaupt.
Hör dir die Folge am besten direkt an – am Ende führe ich dich durch die vollständige Herzatmungs-Meditation. Nur ein paar Minuten, die deinen ganzen Tag verändern können.
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Deine Korinna — die Osteopathin für Körper, Geist und Seele